Bericht über die Aktivitäten der Stiftung Patientenkompetenz 2009
Ausarbeitung: Prof. G. Nagel ( GN ), Präsident Stiftungsrat
Genehmigung: Genehmigt durch den Stiftungsrat am 8. März 2010

1. Chronologie der Stiftung
13. Juni 2005: Konstituierung des Stiftungsrates ( Siehe Anhang: Mitgliederliste Stiftungsrat ).
13. Juni 2005 Gründung der Stiftung im Notariat Zürich Altstadt.
15. Juni 2005: Eintrag HR Kanton Zürich Hauptregister Nr. CH-020.7.001.246-7.
19. August 2005: Das Eidg. Departement des Innern, Eidg. Stiftungsaufsicht verfügt: Die Stiftung wird der Aufsicht des Bundes unterstellt.
August 2005: Erstellung der Homepage der Stiftung durch Grafik Büro Degner&Maas. Beauftragung von Degner&Maas mit der Pflege der HomePage www.patientenkompetenz.ch.
26. September 2005: Der Stiftungsrat verabschiedet das Organisationsreglement des Stiftungsrates und wählt die Revisionsstelle Umberg Treuhand AG, Landstr. 19, 8750 - Glarus.
28. September 2005: Erste Sitzung des Stiftungsrates.
3. Oktober 2005: Eintrag der Stiftung auf dem Weblink des Handelsregisteramtes des Kantons Zürich.
27. Januar 2006: Verfügung Kantonales Steueramt Zürich: Befreiung von der Staatssteuer, von den allgemeinen Gemeindesteuern sowie von der direkten Bundessteuer (Dok 0610059).
22. Februar 2006: Der Stiftungsrat beauftragt das Treuhandbüro Streicher&Brotschin Gartenstr. 101 4002 - Basel damit, die Buchhaltung der Stiftung zu führen, den Finanzbericht für die Aufsicht und Revision zu verfassen und den Jahresabschluss zu erstellen.
13. Juni 2006: Die Eidg. Stiftungsaufsicht genehmigt und verfügt die vom Stiftungsrat beschlossene Änderung der Satzung in der Form vom 10. Mai 2006 sowie die entsprechenden Eintragungen im HR.
11. Dezember 2006 und 18. Januar 2007: 2. Sitzung des Stiftungsrates. Verabschiedung Jahresbericht, Jahresrechnung und Stiftungsrats Protokoll 2006 durch den Stiftungsrat.
18. Januar 2008: 3. Sitzung des Stiftungsrates. Verabschiedung Jahresbericht und Jahresrechnung 2007.
2008 Demissionierung der Stiftungsratsmitglieder Gaillard und Nager. Nachwahl von Herrn Heinz Hofstetter, Männedorf als Mitglied des Stiftungsrates.
20. Februar 2009: 4. Sitzung des Stiftungsrats.

2. Arbeit der Stiftung im 4. Betriebsjahr 2009
Allgemeine Entwicklung: Die Stiftung Patientenkompetenz hat im Jahr 2009 die Arbeitsweise, Strategie, Schwerpunkte der Projektarbeit sowie die Prinzipien der Beschaffung, Verwendung und Verwaltung der Mittel, wie vom Stiftungsrat am 20. 2. 2009 beschlossen, aus dem Jahr 2008 unverändert fortgesetzt. Es wird daher bezüglich der allgemeinen Entwicklung auf den Jahresbericht 2008 verwiesen.
Die allgemeinen Arbeiten für die Stiftung wurden auch im Jahr 2009 von Prof. Gerd Nagel und Frau Dr. Esther Nägeli ehrenamtlich geleistet. Personalkosten sind keine angefallen. Die Entschädigung von Frau Dr. Nägeli für die Erledigung von Rechtsgeschäften und Sekretariatsarbeiten erfolgte auch 2009 gemäss der vom Stiftungsrat am 11. Dezember 2006 beschlossenen Regelung.
Projektbereich: Über die im Jahr 2009 durchgeführten und für 2010 (exklusive die Projekte 2, 5, 8) fortzuschreibenden Projekte orientiert der beigefügte Flyer.
1. Patientenkompetenz in unserer Gesellschaft: Ziel dieses umfangreichen und übergeordneten Programms der Stiftung ist die Erforschung, Beobachtung und Mitgestaltung des Trends zu immer mehr Kompetenz, Selfempowerment und Autonomie von Patienten. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden in Büchern, Vorträgen und Beiträgen in den Medien verbreitet. Dass die Arbeit der Stiftung wahrgenommen wird, zeigt sich etwa daran, dass die Stiftung sowie das von der Stiftung aufgebaute Netzwerk Patientenkompetenz als erste erwähnt werden, wenn man den Suchbegriff Patientenkompetenz in Google eingibt.
2. Buchprojekt „Mach was Doc – das Arzt Patienten Buch“: Im Jahr 2009 ist dieses dritte Buch der Stiftung erschienen. Die Realisierung dieses Projektes wurde durch Spenden und eine projektbezogene Zuwendung durch die Firma Pfizer Pharma GmbH ermöglicht. Ziel des Buches ist die Verbesserung der Kommunikationskultur zwischen kompetenten Patienten und ihren Ärzten. Der Stoff zum Buch wurde in einer Reihe von Patientenseminaren gesammelt, die die Stiftung zu diesem Zweck im Jahr 2008 durchgeführt hat.
3. Beratungszentrum Patientenkompetenz und Komplementärmedizin: Ziel dieses Projektes ist die systematische Auswertung der Erfahrungen eines neuartigen Beratungszentrums zur Patientenkompetenz. Dadurch soll es möglich werden, das Beratungsmodell auch auf andere Arztpraxen oder Kliniken zu übertragen. Nachdem bis zum Jahresende 2009 total 350 Patienten beraten wurden, konnte mit der Auswertung dieser Erfahrungen begonnen werden. Die Ergebnisse sollen im Jahr 2010 publiziert werden. Sie zeigen, dass Patientenkompetenz gelehrt und gelernt werden kann.
4. Arbeitsmaterialien zur Patienteninformation und Kompetenzberatung: Ziel des Projektes ist die Entwicklung von didaktischen Hilfsmitteln, die bei der Beratung zur Patientenkompetenz eingesetzt werden können. Solche Arbeitsmaterialien wurden erstellt und kommen im Projekt 3 zum Einsatz. Sie fanden auch ihren Niederschlag in der Publikation Projekt 2.
5. Systemisches Patientencoaching und dazu verwendetes Bildmaterial: Dieses Projekt musste 2009 aus organisatorischen und personellen Gründen ruhen.
6. Datenbank Mikronährstoffe in der Krebsmedizin: Ziel des Projektes ist die Schaffung einer Datenbank zum Evidenz basierten Einsatz von Mikronährstoffen in der supportiven Krebsmedizin. Auf der Basis dieser Datenbank werden Empfehlungen für Ärzte, Patientenberater und Patienten zur Anwendung von Mikronährstoffen ( Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe u. dgl. ) abgeleitet. Die Datenbank wird im Rahmen einer wissenschaftlichen Kooperation mit der Firma Burgerstein GmbH gepflegt und im Projekt 3 bereits praktisch verwendet.
7. Mikronährstoffdiagnostik: Ziel dieses, an Projekt 6 anknüpfenden Projektes, ist die Validierung von Parametern und Markern der Mikronährstoffdiagnostik. Mit Hilfe derartiger Marker sollen später, in gezielten prospektiven Studien, die metabolischen Effekte und der Nutzen des Einsatzes von Mikronährstoffen bei Patienten mit schweren, chronischen Erkrankungen überprüft werden.
8. Resveratrol: Ursprüngliche Absicht dieses Projektes war es, den Stellenwert von Resveratrol ( ein zum Beispiel in roten Trauben vorkommender natürlicher Wirkstoff mit antioxidativen und krebspräventiven Eigenschaften ) in der Krebsmedizin näher abzuklären. Das Projekt wurde 2007 in Angriff genommen, als dieser Wirkstoff noch wenig allgemeine Beachtung fand. In der Zwischenzeit haben sich grosse, finanzstarke Organisationen ( z. B. Pharma- zeutische Unternehmen ) ebenfalls des Resveratrol angenommen. Da die Stiftung mit ihren beschränkten Mitteln damit in der wissenschaftlichen Konkurrenz nicht mehr bestehen kann, wurde dieses Projekt eingestellt. Die Zwischenergebnisse des Projektes wurden am Rebpatenfest 2009 vorgestellt.

3. Kooperation der Stiftungen PK Deutschland und Schweiz
Beide Stiftungen kooperieren im Projektbereich bezüglich Planung und Logistik. Finanzielle Mittel wurden zwischen den Stiftungen nicht verschoben. Die Stiftung D will ab 2010 praktisch ausschliesslich das oben genannte Projekt 9 unterstützen.

4. Finanzbericht
Für den Jahresabschluss, den jährlichen Finanzbericht und die Abwicklung der Steuerangelegenheiten war auch im Jahr 2009 wieder das Treuhandbüro Streicher&Brotschin Basel tätig.

5. Rechnungsprüfung 2008
Die Umberg Treuhand AG Landstr. 19 8750 Glarus hat als Revisionsstelle die Jahresrechnung der Stiftung Patientenkompetenz für das Jahr 2008 geprüft und per Schreiben vom 12. Juni 2009 gutgeheissen. Die gesetzlich erforderlichen Unterlagen wurden daraufhin der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht zur Prüfung vorgelegt. Die Stellungnahme der eidg. Stiftungsverwaltung zur Rechenschaftsablage steht noch aus.

6. Jahresabschluss 2009
Der Stiftungsrat hat in der Sitzung vom 8. März 2010 den Jahresbericht 2009 und die Jahresrechnung 2009 genehmigt. Das Protokoll der 5. Sitzung des Stiftungsrates vom 8. März 2010 wurde auf dem Zirkularweg ebenfalls gutgeheissen.

Verabschiedung durch den Stiftungsrat im März 2010
Für die Richtigkeit
Prof. Dr. med. Gerd Nagel, Männedorf
Dr. iur. Esther Nägeli, Zürich